| Das weitläufige
und kaum bevölkerte Ostanatolien ist ein rauhes Land mit extremen
Temperaturunterschieden. Desolate Schönheit, grüne Wiesen
und gewaltige Gebirgsmassive mit ewigem Schnee, Nomadenzelte, einsame
Dörfer, Lehmhütten und verlassene Kloster prägen das
Landschaftsbild.
Erzurum, die größte Stadt der Region, war Jahrhunderte
lang eine der östlichsten Bastionen des Byzantinischen Reiches.
Die Moscheen und Mausoleen der Seldschuken und der Mongolen, byzantinische
Stadtmauern sowie zwei Koranschulen mit Minaretten und feingeschnitzten
hölzernen Eingangstoren sind einen Besuch wert. Die Grenzstadt
Kars, nordöstlich von Erzurum, zeichnet sich durch eine
mittelalterliche Festung (12. Jh.) aus. Östlich von Kars liegen
die Ani-Ruinen aus dem 10. Jahrhundert. Noahs Arche soll auf Agri
Dagi, dem Berg Ararat aus der Bibel, gestrandet sein. Am Fuße
des Berges, in Dogubeyazit, liegen der Märchenpalast
und die Moschee des Ishak Pascha. Die Aussicht vom Palast ist atemberaubend.
Die befestigte Stadt Van liegt am östlichen Ufer des
riesigen Van-Sees. Sie war zwischen 800 und 600 v. Chr. eine bedeutende
Festung der Urartu. Die Felsengräber und Ruinen von Moscheen
der Seldschuken und Ottomanen sind besuchenswert. Auf der Insel
Akdamar steht die bezaubernde Kirche des Heiligen Kreuzes aus dem
10. Jahrhundert. Diyarbakir wurde im 4. Jahrhundert erbaut
und ist von drei mächtigen Wällen aus schwarzem Basalt
umgeben. In Mardin stehen Gebäude aus dem Mittelalter
und eine römische Zitadelle. Urfa ist ebenfalls sehenswert.
In Nemrut Dagi stehen gigantische Steinstatuen, die König
Antiochus I. im 1. Jahrhundert v. Chr. errichten ließ und
die einen unvergeßlichen Anblick bieten. Unterkünfte
in dieser Region sind einfach und mitunter schwer zu finden.
|